Wirtschaftsförderung Bremen
Incident posture
Linked entities
- Victim
- Wirtschaftsförderung Bremen
- Threat actors
- 1 actor
- Sources
- 1 source
Timeline
Summary
The Bremen authorities experienced a series of cyber incidents, including a distributed denial‑of‑service attack that overwhelmed the police website’s contact form and temporarily disrupted access to several municipal sites, while similar attempts against the health senator’s office and Wirtschaftsförderung Bremen caused no noticeable effect. Shortly afterward, a pro‑Russian hacking group claimed responsibility for the successful DDoS, prompting a federal investigation and leading the IT service provider to disable the exploited functions and implement automatic throttling. In separate episodes, employees of the school administration fell victim to a phishing campaign that compromised mail accounts and generated spam, and earlier manipulation of contact forms on various sites had been used to distribute large volumes of unsolicited email. The senate confirmed that none of the attacks resulted in data theft or loss.
Motives
Detailed motive labels are available to members.
TTPs
Detailed technique labels are available to members.
Description
Im Januar wurden laut Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der CDU‑Fraktion zwei ähnliche Distributed‑Denial‑of‑Service‑Angriffe auf die Webseiten der Gesundheitssenatorin und der Wirtschaftsförderung Bremen verübt, wobei diese Attacken keine spürbaren Auswirkungen hatten und die jeweiligen Websites weiterhin erreichbar blieben. Die Angriffe folgten dem typischen Muster eines DDoS‑Versuchs, bei dem die Zielseiten mit einer hohen Zahl gleichzeitiger Anfragen überlastet werden, um den Dienst zu stören; bei Erfolg hätten die Server nicht mehr reagieren können und die Seiten wären nicht mehr erreichbar gewesen. Da die Wirtschaftsförderungs‑Website jedoch nicht außer Betrieb ging, blieb ihr Betrieb ununterbrochen und es traten keine Dienstausfälle oder Nutzerbeeinträchtigungen auf. Der Senat bestätigte in seiner Stellungnahme, dass bei diesen Januar‑Vorfällen weder Daten gestohlen noch verloren gingen und keine Informationen kompromittiert wurden.
Der erfolgreiche DDoS‑Angriff am 12. Februar traf das Kontaktformular der Polizeiseite mit bis zu 18.000 Anfragen pro Minute, führte vorübergehend zur Unzugänglichkeit der gesamten Bremer Verwaltung zwischen 7:00 und 8:30 Uhr und dauerte bis zum Abend, wobei der Dienstleister Dataport nach etwa zwei Stunden das Kontaktformular und die lokale Suche abschaltete und den Angriff abwehren konnte. Während dieses Angriffs erhielt Bremen gegen 9:00 Uhr eine Warnung des BSI vor genau diesem Vorfall, und noch am selben Tag bekannte sich die pro‑russische Hackergruppe NoName057(16) zur Verantwortung für die Attacke. Der Senat betonte, dass trotz des erfolgreichen Angriffs keinerlei Daten abgegriffen oder verloren gingen und dass es keinen Zusammenhang zwischen diesem Vorfall und zwei weiteren erfolglosen DDoS‑Attacken im Januar gebe, zudem wies er die Vorstellung zurück, die Angriffe seien gezielt gegen die Bremer Verwaltung gerichtet worden, und erklärte, Deutschland sei allgemein ein großes Ziel für unterschiedliche Cyberangriffen, die sowohl Schäden verursachen als auch Verunsicherung in der Bevölkerung erzeugen sollen.
Als Reaktion auf die Reihe von Angriffen kündigte der Senat ein kurzfristig im Februar einzuspielendes Software‑Update an, das künftig erfolgreiche DDoS‑Angriffe dieser Art verhindern soll; bei gehäuften Angriffen auf seiteninterne Suchfunktionen oder Kontaktformulare soll nun eine automatische Drosselung der Anfragen greifen, die im Extremfall zur kompletten Deaktivierung der betroffenen Funktion führen kann. Diese Maßnahme soll auch die Webseiten der Wirtschaftsförderung und anderer Behörden vor ähnlichen Überlastungsversuchen schützen. Es wurden keine weiteren Berichte über Beeinträchtigungen der Wirtschaftsförderungs‑Website nach dem Februar‑Vorfall veröffentlicht, und ihr Betrieb blieb demnach unverändert und ohne nachweisbare Auswirkungen durch die beschriebenen Cyberangriffe.
Sources
Sources available to members: 1 source.